FAQ

Wer sind die Kunden bzw. Abnehmer der Betreibergruppe in Schweden?

Der Kundenkreis der Betreibergruppe in Schweden wird sich zum größten Teil aus Großabnehmern, z. B. Kommunen, Stadtwerke, Krankenhäuser, Schulen und andere öffentliche Institutionen sowie Industriekunden, zusammensetzen. Mit diesen Kunden werden langfristige preisindexierte Wärmeabnahmeverträge geschlossen. Der Fokus auf Großabnehmer hat den Vorteil, dass die Betreibergruppe kein umfangreiches Service- und Forderungsmanagement für eine Vielzahl privater Abnehmer vorhalten muss und somit eine effiziente Kostenstruktur bewahrt bleibt.

Ist die Lieferung des Rohstoffs Holz langfristig gesichert?

Die Betreibergruppe wird langfristige, preisindexierte Lieferverträge mit regionalen Holzlieferanten abschließen. Bei der Auswahl geeigneter Lieferanten legt die Betreibergruppe großen Wert auf Qualität, Lieferfähigkeit und die dem Lieferanten zur Verfügung stehenden Mengen an „Rohstoff“. Elementar für die Lieferantenwahl ist zudem die nachhaltige und umweltschonende Ausrichtung des Geschäftsmodells des Lieferanten.

Welche Auswirkungen haben steigende Brennstoffkosten?

Zielsetzung bei der Vertragsgestaltung ist es, die Auswirkungen steigender Brennstoffkosten für die Betreibergruppe möglichst auszuschließen. Mittels preisindexierter Verträge sowohl für den Rohstoff Holz als auch für das „Produkt“ Fernwärme werden Preissteigerungen unmittelbar in die Preisfindung einbezogen. Somit können Veränderungen bei den Brennstoffkosten unmittelbar an die Abnehmer weitergereicht werden – der Rohertrag auf Seiten der Betreibergruppe bleibt weiterhin in voller Höhe bestehen.

Wird Holz in ausreichendem Maße zur Verfügung stehen?

Die Forstwirtschaft in Schweden arbeitet seit den 1990er-Jahren auf einer langfristig nachhaltigen Basis – es wächst mehr Wald nach, als genutzt wird. Dies zeigt sich an dem stetig wachsenden Waldvolumen in Schweden. Einer Prognose des Schwedischen Forstwirtschaftsverbands zufolge wird das Waldvolumen auch in Zukunft weiter zunehmen: zwischen 2010 und 2030 soll es um gut zehn Prozent ansteigen. Eine Versorgung mit dem Rohstoff Holz wird somit aus heutiger Sicht in Schweden problemlos möglich sein.

Gibt es in Schweden eine ähnliche Förderung erneuerbarer Energien wie in Deutschland?

Erneuerbare Energien werden in Schweden nicht durch garantierte Preise oder Vergütungen explizit gefördert. Energieabnehmer, d. h. private Haushalte, Unternehmen und speziell öffentliche Institutionen, sind indes gehalten, zunehmend erneuerbare Energien zu nutzen. Hierdurch hat sich in den letzten Jahren die Nachfrage nach grüner Energie erheblich ausgeweitet. Der Staat hat sich den weiteren Ausbau nachhaltiger Energien zum Ziel gesetzt. Er unterstützt auf allen Ebenen die vermehrte Nutzung „sauberer“ Energie. Auch verfolgt er das Ziel, 2020 den Anteil der erneuerbaren Energien auf nahezu 50 Prozent zu steigern.

In welcher Währung investiert der Fonds?

Die Währung des Fonds Sweden WoodEnergy 1 GmbH & Co. KG und somit die Kapitaleinlagen der Anleger lauten auf Euro. Der Fonds finanziert die schwedische Betreibergruppe durch einen ebenfalls in Euro gezeichneten Partizipationsschein, sodass der Fonds nicht unmittelbar einem Fremdwährungseinfluss ausgesetzt ist.

Sind schon Heizwerke in Schweden gebaut bzw. umgerüstet worden?

Ja, die Betreibergruppe in Schweden hat 2011 ein erstes Heizwerk (1 MW) erfolgreich von Öl- auf Holz-Nutzung umgerüstet. Dieses Holzheizwerk wird Fernwärme für rund 200 Haushalte, ein Seniorenheim sowie weitere Abnehmer liefern.

Werden die Heizwerke am Ende der Fondslaufzeit zur Rückzahlung des Partizipationsscheins verkauft?

Die Heizwerke werden am Ende der Fondslaufzeit nicht zur Rückzahlung des Partizipationsscheins verkauft. Vielmehr wird die Betreibergruppe den durch den Fonds gezeichneten Partizipationsschein aus erwirtschafteten Überschüssen zurückzahlen.

Welchen Vorteil hat ein Partizipationsschein gegenüber eine Direktbeteiligung?

Die Vermögensanlage richtet sich an individuelle Anleger mit steuerlichem Wohnsitz in Deutschland, die die Anlage in ihrem steuerlichen Privatvermögen halten. Die Fondsgesellschaft Sweden WoodEnergy1 GmbH & Co. KG hat zur Finanzierung der Holzheizwerke einen Partizipationsschein der schwedischen Betreibergruppe gezeichnet. Der Partizipationsschein stellt keine direkte Beteiligung dar, wie z. B. bei Gesellschaftsanteilen, sondern ist eine Mezzanine-Finanzierung, die der schwedischen Betreibergruppe einen steuerlichen Betriebsausgabenabzug ermöglichen soll.

Die Fondsgesellschaft ist steuerlich als private Vermögensverwaltung für die Anleger ausgestaltet und unterliegt daher konzeptionsgemäß in Deutschland nicht der Gewerbesteuer. Aus Sicht der Anleger stellen Einnahmen der Fondsgesellschaft Einkünfte aus Kapitalvermögen dar. Sie unterliegen dort grundsätzlich nur noch der Einkommensbesteuerung zum Abgeltungsteuersatz i. H. v. 25 % (zzgl. Solidaritätszuschlag sowie ggf. Kirchensteuer).

Die jährlichen Zinszahlungen erfolgen ohne Steuerabzug auf schwedischer Seite an die Fondsgesellschaft in Deutschland, wodurch die Auszahlungen höher ausfallen. Des Weiteren bietet diese Art der Finanzierung auch erhebliche Vorteile auf der Ebene der schwedischen Betreibergruppe. Denn die Zinszahlungen des Partizipationsscheins an die Fondsgesellschaft unterliegen in Schweden keiner Körperschafts- und/oder Gewinn- oder Quellensteuer, sondern die Betreibergruppe kann infolge der steuerlichen Abzugsfähigkeit der Partizipationsscheinzahlungen in Schweden ihre Steuerbelastung insgesamt erheblich reduzieren – und ihr Kapital somit effizienter einsetzen.

An wen kann ich mich für weitere Informationen wenden?

Weitere Fragen sowie zusätzliche Informationen können gerne per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder dem hier verfügbaren Kontaktformular gestellt bzw. angefordert werden.